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Deutscher Buchprüferverband e.V. - DBV
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Willkommen auf den Internetseiten des Deutschen Buchprüferverbandes e. V.

Der DBV vertritt die fachlichen und beruflichen Interessen der vereidigten Buchprüfer und Buchprüfergesellschaften in der Bundesrepublik Deutschland

Aktuelle Meldungen

20.05.2019

Kammervorstand beschließt Zusammenführung der Prüferberufe

Nicht zuletzt der Arbeit der DBV-Mitglieder im Vorstand und Beirat der WPK ist es zu verdanken, dass sich der Vorstand der WPK für die Amtszeit 2018 bis 2022 die Zusammenführung der Prüferberufe vorgenommen hat. Die Vertreter des DBV im Beirat der WPK hatten bereits 2009 einen Vorstandsbeschluss der WPK herbeigeführt, wonach die Kammer eine machbare Zusammenführung der Prüferberufe unterstützen wollte. Nun scheint sich die jahrelange politische Arbeit in etwas Konkretem nieder zu schlagen.

Am 10.05.2019 berichtete der Präsident der Wirtschaftsprüferkammer anlässlich der Kammerversammlung in Berlin von den konkreten Eckpunkten der WPK zur Zusammenführung der Prüferberufe, die der Kammervorstand in seiner Sitzung am Vortag beschlossen hatte. Diese lauten wie folgt:

1.     Im Berufsrecht werden die Berufe Wirtschaftsprüfer und vereidigter Buchprüfer sowie die Berufsgesellschaften, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Buchprüfungsgesellschaft, vollständig zusammengeführt. Vereidigte Buchprüfer sollen künftig Wirtschaftsprüfer heißen. Buchprüfungsgesellschaften sollen auf Antrag Wirtschaftsprüfungsgesellschaften werden. Ohne Antrag soll die Überleitung nach einer Übergangsfrist erfolgen.

2.     Die unterschiedlichen Prüfungsbefugnisse sollen unberührt bleiben. Die verkürzte Prüfung nach § 13a WPO soll bestehen bleiben.

3.     Unterschiedliche Rechte und Pflichten im Berufsrecht werden beseitigt, sofern sie ihre Ursache nicht unmittelbar in den unterschiedlichen Prüfungsbefugnissen haben.

4.     Wahlen sollen nicht mehr getrennt nach Gruppen erfolgen, sodass auch übergeleitete vBP Präsident werden könnten.

5.     Übergeleitete vereidigte Buchprüfer sollen den Berufstitel Wirtschaftsprüfer führen, wobei sie als übergeleitete vBP Wirtschaftsprüfer gem. § 128 WPO sein sollen. In bestimmten Situationen soll der Hinweis auf die Überleitung aufzunehmen sein, in anderen Zusammenhängen soll darauf verzichtet werden können. Die Details soll das Satzungsrecht der Kammer regeln.

Mit diesem Vorstandsbeschluss der WPK ist ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer vollständigen Zusammenführung der Prüferberufe getan, auf den der Verband schon viele Jahre hingearbeitet hat. Im Namen der Mitglieder dankt der Verband allen, die einen Beitrag zu diesem Schritt geleistet haben, insbesondere den DBV-Mitgliedern im Beirat und Vorstand der WPK.

Nun gilt es, den Beirat der WPK und mithin die anderen Verbandsvertreter für diesen Vorstandsbeschluss zu gewinnen sowie diesen wichtigen Schritt in der Politik durchzusetzen. Dafür setzen wir uns ein.

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Kategorie: Öffentlich

15.05.2019

Vereinbarung des für die vertragliche Leistung maßgeblichen Berufsrechts bei Mehrfachzulassung

Der DBV unterstützt eine WPK-Position, die für mehr Privatautonomie bei der Vereinbarung des für die vertragliche Leistung maßgeblichen Berufsrechts bei „Mehrbändern“ sorgt. Die Details der WPK-Auffassung hat die Kammer unter folgenden Links für Sie zusammengestellt:

(WPK Magazin 4/2018, https://www.wpk.de/fileadmin/documents/Magazin/WPK_Magazin_4-2018.pdf, S. 45; Antwort der WPK auf eine Mitgliederfrage, www.wpk.de/link/mag041805). Bei mehreren möglicherweise anwendbaren Berufsrechten muss nicht zwingend das strengste Berufsrecht angewendet werden, wie es Teile des Schrifttums vertreten. Kommen mehrere Berufsrechtsordnungen in Anbetracht der vertraglichen Leistung und des Auftragnehmers in Betracht, soll die einschlägige Berufsrechtsordnung in der Auftragsvereinbarung mit dem Mandanten vereinbart werden können.

 

Auftragnehmer ist ein Einzel-vBP:

 

vBP

vBP/StB

vBP/RA

vBP/StB/RA

Gesetzliche Abschlussprüfungen

Nur Berufsrecht der vBP einschlägig

Vorbehaltsaufgabe der Prüferberufe => Berufsrecht der vBP zwingend

Vorbehaltsaufgabe der Prüferberufe => Berufsrecht der vBP zwingend

Vorbehaltsaufgabe der Prüferberufe => Berufsrecht der vBP zwingend

Sonstige Prüfungsleistungen

Nur Berufsrecht der vBP einschlägig

Keine zwingende Zuordnung, Berufsrecht der vBP als sachnächstes Berufsrecht naheliegend

Keine zwingende Zuordnung, Berufsrecht der vBP als sachnächstes Berufsrecht naheliegend

Keine zwingende Zuordnung, Berufsrecht der vBP als sachnächstes Berufsrecht naheliegend

Beratung in steuerlichen Angelegenheiten

Nur Berufsrecht der vBP einschlägig

Vorbehaltsaufgabe der vBP und der StB, keine automatische Zuordnung
=> Definition der vertraglich geschuldeten Leistung und hierfür anwendbares Berufsrecht in der Auftragsvereinbarung (WPO oder StBerG)

Vorbehaltsaufgabe der vBP und der RA‘e, keine automatische Zuordnung
=> Definition der vertraglich geschuldeten Leistung und hierfür anwendbares Berufsrecht in der Auftragsvereinbarung (WPO oder BRAO)

Vorbehaltsaufgabe der vBP, der StB und der RA‘e, keine automatische Zuordnung
=> Definition der vertraglich geschuldeten Leistung und hierfür anwendbares Berufsrecht in der Auftragsvereinbarung (WPO, StBerG, BRAO)

Beratung in wirtschaftlichen Angelegenheiten

Nur Berufsrecht der vBP einschlägig

Keine Vorbehaltsaufgabe, keine Vorbehaltsaufgabe
=> Definition der vertraglich geschuldeten Leistung und hierfür anwendbares Berufsrecht in der Auftragsvereinbarung (WPO oder StBerG)

Keine Vorbehaltsaufgabe, keine Vorbehaltsaufgabe
=> Definition der vertraglich geschuldeten Leistung und hierfür anwendbares Berufsrecht in der Auftragsvereinbarung (WPO oder BRAO)

Keine Vorbehaltsaufgabe, keine automatische Zuordnung
=> Definition der vertraglich geschuldeten Leistung und hierfür anwendbares Berufsrecht in der Auftragsvereinbarung (WPO, StBerG, BRAO)

Komplexer ist die Rechtslage bei Sozietäten, Partnerschaftsgesellschaften und anderen Berufsgesellschaften. Hier empfiehlt sich eine vertragliche Vereinbarung, insbesondere wenn es sich nicht um eine Vorbehaltsaufgabe eines Berufs handelt und das Mandat von einem Berufsträger betreut wird, der selbst nur einem einzelnen Beruf angehört (Nur-vBP, Nur-StB oder Nur-RA). Läuft das Mandat auf die Praxis, kann jedes mögliche Berufsrecht der Praxis mit dem Mandanten vereinbart werden. Wird bei Partnerschaften nichts vereinbart, soll grundsätzlich dennoch das Berufsrecht des jeweils handelnden Berufsträgers gelten.

Die Wahl betrifft nicht die am beruflichen Status festzumachenden Pflichten eines Berufsträger (Verschwiegenheit, etc.). Allerdings können die zivilrechtlichen Rahmenbedingungen des Mandatsvertrags (Verwendung von AAB, Haftungsbeschränkung, Haftungsmaßstab, akzessorische Haftung bei Partnerschaften oder Sozietäten) mit der Vereinbarung bestimmt werden. Es kann immer nur ein Berufsrecht als ganzes für jede vertraglich vereinbarte Leistung vereinbart werden.

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Kategorie: Öffentlich

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